Familienpflegezeit

Eine Übersicht über das Familienpflegezeitgesetz (FPfZG)

 

Die Familienpflegezeit können Sie als Angestellte nutzen, um die Pflege eines Angehörige:n mit ihrer Erwerbsarbeit zu vereinbaren: 

Als Angestellte in einem Unternehmen mit mehr als 26 Beschäftigten, haben Sie neben der Pflegezeit auch ein Anrecht auf Familienpflegezeit von bis zu 24 Monaten

In dieser Zeit können Sie Ihre Arbeitszeit auf mindestens 15 Stunden in der Woche reduzieren und eine:n nahe:n Angehörige:n in der häuslichen Umgebung pflegen, der: die mindestens den Pflegegrad 1 hat. (Ein Nachweis für den: die Arbeitgeber:in ist erforderlich.)

Die Arbeitszeit von mindestens 15 Stunden in der Woche gilt im Jahresdurchschnitt. Das bedeutet, dass man sie auch in einem Block oder in mehreren Blöcken aufteilen kann und so auf verschiedene Situationen und Bedürfnisse reagieren kann.

 

Für den Verlust Ihres Einkommens in dieser Zeit können Sie ein zinsloses Darlehn beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) beantragt werden.

Dies wird in monatlichen Raten an Sie ausgezahlt und muss nach dem Ende der Pflegezeit ebenfalls wieder in Raten an das Amt zurückgezahlt werden. Bei besonderer Härte kann ein Teil des (oder das gesamte) Darlehn erlassen werden. Es ist auch möglich die Rückzahlung aufzuschieben.

 

Sie können die Familienpflegezeit auch nutzen, um Minderjährige pflegebedürftige nahe Angehörige im häuslichen Umfeld oder außerhäuslich zu betreuen. Es kann auch in dieser Situation das zinslose Darlehn beantrag werden.